CGC Grading erklärt: Declared Value, Value Charge & Tipps für Trading Cards

CGC Grading für Pokémon- & Trading Cards: Was du vor dem Einsenden beachten solltest

Du möchtest deine Pokémon-, One Piece-, Yu-Gi-Oh!- oder andere Trading Cards professionell graden lassen? Dann ist CGC eine der bekanntesten internationalen Grading-Optionen. Durch das Grading wird deine Karte geprüft, bewertet, versiegelt und mit einem offiziellen Label versehen. Das kann besonders bei wertvollen, seltenen oder sammelwürdigen Karten interessant sein.

Bei Misticards kannst du deine Karten bequem über unseren CGC Grading Service einreichen. Damit deine Einreichung reibungslos abläuft, erklären wir dir hier die wichtigsten Punkte: Was ist CGC Grading? Worauf musst du bei der Vorbereitung achten? Was bedeutet „Declared Value“? Und wann können zusätzliche Kosten wie eine Value Charge entstehen?


Was ist CGC Grading?

CGC Cards bewertet Sammelkarten anhand ihres Zustands. Dabei werden unter anderem Faktoren wie Oberfläche, Ecken, Kanten, Zentrierung und Gesamteindruck berücksichtigt. Nach der Bewertung wird die Karte in einem stabilen Holder versiegelt und erhält ein Label mit der entsprechenden Note.

Ein Grading kann sinnvoll sein, wenn du:

  • eine wertvolle Karte langfristig schützen möchtest,
  • eine Karte für deine Sammlung professionell bewerten lassen willst,
  • den Zustand einer Karte transparent dokumentieren möchtest,
  • eine Karte später einfacher verkaufen oder vergleichen möchtest.

Wichtig: Ein Grading garantiert keinen höheren Marktwert. Der tatsächliche Wert hängt immer von Karte, Nachfrage, Seltenheit, Zustand und erzielter Note ab.


Welche Karten eignen sich für CGC Grading?

Grundsätzlich eignen sich vor allem Karten, die entweder einen Sammlerwert, einen emotionalen Wert oder ein gutes Wertpotenzial haben. Typische Beispiele sind:

  • seltene Pokémon-Karten,
  • Full Art, Alternate Art, Secret Rare oder Promo-Karten,
  • Vintage-Karten,
  • beliebte Chase Cards,
  • Karten mit besonderer Artwork,
  • Karten in sehr gutem Zustand,
  • hochwertige Karten aus One Piece, Yu-Gi-Oh!, Lorcana oder anderen TCGs.

Nicht jede Karte lohnt sich wirtschaftlich für ein Grading. Bei günstigen Karten sollte man immer abwägen, ob die Kosten für das Grading im Verhältnis zum möglichen Wert stehen.


Worauf solltest du vor dem Einsenden achten?

Bevor du deine Karten bei uns für CGC Grading einreichst, solltest du sie möglichst genau prüfen. Besonders wichtig sind:

1. Oberfläche

Achte auf Kratzer, Druckstellen, Dellen, Verschmutzungen oder kleine Beschädigungen. Gerade bei modernen Karten sieht die Vorderseite oft gut aus, während auf der Rückseite kleine Kratzer oder Whitening sichtbar sind.

2. Ecken und Kanten

Weiße Stellen, angestoßene Ecken oder kleine Beschädigungen an den Kanten können die Note beeinflussen. Besonders bei dunklen Kartenrückseiten fallen solche Stellen schnell auf.

3. Zentrierung

Die Zentrierung beschreibt, wie gleichmäßig das Motiv beziehungsweise der Rand der Karte ausgerichtet ist. Eine deutlich schiefe Zentrierung kann sich negativ auf die Bewertung auswirken.

4. Saubere Verpackung

Bitte sende oder bringe deine Karten gut geschützt ein. Ideal sind Penny Sleeves und Card Saver. Toploader können ebenfalls schützen, sind für Submission-Prozesse aber je nach Ablauf weniger praktisch. Wichtig ist, dass die Karte beim Transport nicht verrutscht oder beschädigt wird.


Was bedeutet „Declared Value“?

Der Declared Value ist der von dir angegebene geschätzte aktuelle Marktwert der Karte. CGC beschreibt diesen Wert als bestmögliche Einschätzung des aktuellen Fair Market Value, also des realistischen Marktwerts, zum Beispiel anhand eines kürzlichen Kaufpreises, vergleichbarer Verkäufe oder Preisguides. Bei ungraded/raw Karten soll der Wert einer unbewerteten Karte als Basis genommen werden; bei bereits gegradeten Karten der Wert einer vergleichbaren Karte mit entsprechender Note.

Wichtig: Der Declared Value ist nicht automatisch der Wunschpreis und auch nicht der Wert, den die Karte nach dem Grading möglicherweise erreichen könnte. Er soll möglichst realistisch den aktuellen Marktwert der Karte zum Zeitpunkt der Einreichung abbilden.


Warum ist der Declared Value so wichtig?

Der Declared Value ist wichtig, weil er beeinflussen kann, in welche CGC-Gebührenstufe eine Karte fällt. CGC arbeitet mit verschiedenen Tiers, die jeweils einen maximalen Kartenwert haben. Für europäische Einreichungen über die CCG GmbH werden die Gebühren und Höchstwerte in Euro angegeben. Laut CGC werden TCGs vor Ort in Deutschland bewertet, während Sportkarten und gemischte Einreichungen in die USA gehen können.

Beispiele für CGC-Tiers in Europa sind aktuell unter anderem:

Tier Max. Wert pro Karte Gebühr pro Karte inkl. MwSt.
Bulk bis 500 € 20,23 €
Economy bis 1.000 € 22,61 €
Standard bis 3.000 € 61,88 €
Express bis 10.000 € 113,05 €
WalkThrough bis 100.000 € 321,30 €
Unlimited Value unlimitiert 321,30 € + 1,19 % FMV

Die aktuellen europäischen CGC-Gebühren nennen außerdem für Bulk eine Mindestmenge von 25 Karten. Die Durchlaufzeiten sind laut CGC Schätzwerte und nicht garantiert.

Da Gebühren und Durchlaufzeiten sich ändern können, prüfen wir bei Einreichungen immer den aktuellen Stand.


Was ist eine Value Charge oder ein Upcharge?

Eine sogenannte Value Charge beziehungsweise ein Upcharge kann entstehen, wenn CGC feststellt, dass der tatsächliche Marktwert einer Karte höher ist als ursprünglich angegeben und die Karte deshalb nicht in den gewählten Tier passt.

CGC weist darauf hin, dass eine Karte in einen passenden höheren Tier verschoben werden kann, wenn der Fair Market Value aus Sicht von CGC höher ist als der angegebene Wert. Die zusätzliche Gebühr beziehungsweise Differenz ist dann vom Einreicher zu tragen.

Ein einfaches Beispiel:

Du reichst eine Karte im Economy-Tier ein, gibst also einen Wert bis 1.000 € an. Wenn CGC die Karte aber als deutlich wertvoller einstuft, kann sie in einen höheren Tier verschoben werden. Dadurch können zusätzliche Gebühren entstehen.

Deshalb ist es wichtig, den Declared Value nicht künstlich zu niedrig anzusetzen. Ein zu niedriger Wert kann später zu Nachverrechnungen führen.


Sollte man den Declared Value lieber niedrig angeben?

Nein. Der Declared Value sollte realistisch sein. Ein zu niedriger Wert kann problematisch sein, weil CGC den Tier anpassen und zusätzliche Kosten verrechnen kann. Außerdem ist der Declared Value auch im Zusammenhang mit Haftung und Absicherung relevant: Laut CGC kann eine Entschädigung im seltenen Fall von Verlust oder Beschädigung nicht über dem angegebenen Declared Value liegen.

Das bedeutet: Wenn du eine Karte bewusst zu niedrig angibst, sparst du kurzfristig vielleicht scheinbar Gebühren, gehst aber ein unnötiges Risiko ein.


Wie finde ich den richtigen Kartenwert?

Für eine realistische Einschätzung kannst du mehrere Quellen vergleichen:

  • tatsächlich verkaufte eBay-Angebote,
  • Cardmarket-Preise,
  • aktuelle Verkäufe vergleichbarer Karten,
  • Zustand der eigenen Karte,
  • Sprache und Edition,
  • 1st Edition, Promo, Stamp oder besondere Varianten,
  • Vergleich mit raw/ungraded Karten, nicht automatisch mit PSA 10 oder CGC 10 Preisen.

Wichtig ist, nicht nur aktive Angebote zu betrachten. Viele Verkäufer setzen Wunschpreise an, die nicht dem tatsächlichen Marktwert entsprechen. Aussagekräftiger sind abgeschlossene Verkäufe.


Was passiert nach der Einreichung bei Misticards?

Wenn du deine Karten über unseren CGC Grading Service einreichst, läuft der Prozess vereinfacht so ab:

  1. Du bereitest deine Karten sicher vor.
  2. Du sendest oder bringst die Karten zu uns.
  3. Wir sammeln die Einreichungen.
  4. Die Karten werden jeweils zum letzten Tag des Monats gesammelt an CGC weitergeleitet.
  5. Nach der Bewertung kommen die Karten zurück.
  6. Du erhältst deine gegradeten Karten sicher zurück.

Der Versand zu uns wird vom Kunden übernommen. Der Rückversand wird bei Auftragserstellung bezahlt.


Kann jede Karte eine hohe Note bekommen?

Nein. Auch Karten, die frisch aus einem Booster gezogen wurden, sind nicht automatisch perfekt. Produktionsfehler, schlechte Zentrierung, kleine Druckstellen oder Mikrokratzer können bereits ab Werk vorhanden sein.

Deshalb sollte man vor dem Einsenden realistisch bleiben. Ein Grading ist immer eine professionelle Bewertung des tatsächlichen Zustands, keine Garantie auf eine bestimmte Note.


Fazit: CGC Grading lohnt sich vor allem mit guter Vorbereitung

CGC Grading kann eine sehr gute Möglichkeit sein, wertvolle oder besondere Karten professionell bewerten und schützen zu lassen. Wichtig ist aber, dass du deine Karten vorher sorgfältig prüfst, den Declared Value realistisch angibst und mögliche Zusatzkosten wie eine Value Charge verstehst.

Wenn du dir unsicher bist, ob sich eine Karte für ein Grading eignet, helfen wir dir gerne bei der ersten Einschätzung. Besonders bei wertvollen Karten lohnt es sich, vorab genauer hinzusehen und den möglichen Marktwert realistisch zu bewerten.


CGC Grading bei Misticards

Du möchtest deine Karten graden lassen?
Als CGC Partner bieten wir dir die Möglichkeit, deine Karten bequem über Misticards einzureichen.

Schicke oder bringe deine Karten zu uns, wir kümmern uns um die gebündelte Einreichung zu CGC. Die Einsendung an CGC erfolgt gesammelt jeweils zum letzten Tag des Monats.

Wichtig: Der Versand zu uns wird vom Kunden übernommen. Der Rückversand wird direkt bei Auftragserstellung bezahlt.

Bei Fragen zum Ablauf, zur Vorbereitung oder zur Einschätzung deiner Karten kannst du dich jederzeit an uns wenden.

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